Kritik oder Feedback?
Ob Sie es glauben oder nicht, Menschen könnten es sich nicht leisten, ohne Feedback zu leben. Das Bedürfnis nach Sicherheit bei allem, was wir tun, reicht in die Vergangenheit zurück. Von unserem Kindesalter an brauchten wir Bestätigung bei jedem Schritt, den wir machten, und bei jeder neuen Sache, die wir lernten. Wir haben unsere Sprache sogar durch Verstärkung und Nachahmung erworben. Versuchen Sie einfach, einem Baby ein wütendes Gesicht zu machen, und Sie werden sehen, wie er/sie Sie nicht anlächelt. Eine Sekunde später machen Sie ein Smiley-Gesicht und sehen Sie, wie sich sein Gesicht sofort verändert. Machen Sie eine bestimmte Aktion, wenn ein Kind ein Wort sagt, und Sie werden sehen, wie das in seinem Kopf eingeprägt wird. Es ist die Kraft eines Verstärkungsbedarfs, die einen großen Einfluss darauf hat, wie wir Beziehungen zu anderen aufbauen können.
Wir brauchen Feedback, um als Menschen und Fachleute zu wachsen. Feedback hat die Macht, Vertrauen und Respekt zwischen Menschen zu stärken und trägt somit direkt zu unseren psychologischen Bedürfnissen nach Liebe und Zugehörigkeit und Wertschätzung bei.
Feedback sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene zu erhalten, ist für die Entwicklung und den Fortschritt einer Person von entscheidender Bedeutung. Wenn das Feedback jedoch falsch erfolgt, kann es wie Kritik klingen. Es gibt ein Gefühl für Kritik, das von den meisten Menschen negativ wahrgenommen werden kann. In Arbeitsumgebungen klingt Kritik wie Einweggedanken, nachdem etwas passiert ist. Feedback hingegen öffnet eine Tür für ein tieferes Verständnis des Problems und lässt Raum für Verbesserung und Wachstum.
Wie unterscheidet sich Feedback von Kritik?
Konzentration
Feedback wird häufig verwendet, um Beobachtungen darüber zu vermitteln, wie die Arbeit abgeschlossen wurde. Der Empfänger wird auf die Erwartungen an seine Aufgabe aufmerksam gemacht. Dies könnte Vorschläge enthalten, wie die zukünftige Leistung verbessert werden kann.
Kritik richtet sich häufig gegen die Person, die die Arbeit abgeschlossen hat. Wenn die Arbeit zu einem positiven Ergebnis führt, wird die Person gelobt. Wenn das Ergebnis nicht ideal ist, ist es üblich, die Schuld zuzuweisen. Da der Fokus der Kritik nicht auf den Problemen liegt, die die Nicht-Erfüllung der Arbeit verursacht haben, ist es schwer, Raum für Verbesserungen zu lassen.
Objektivität
Das Feedback ist sowohl unparteiisch als auch aufrichtig. Es wertet das Ergebnis einer Aktion aus. Wenn das Ergebnis negativ ist, werden mögliche Ursachen untersucht, ohne Einzelpersonen die Schuld zuzuweisen. Die unausgesprochene Betonung liegt darauf, dass der Einzelne die Situation untersuchen und lösen muss.
Kritik ist persönlich. Ein Chef teilt wahrscheinlich persönliche Ansichten über die Ursache des schlechten Ergebnisses und besteht darauf, dass das Teammitglied Korrekturmaßnahmen ergreift. Selbst wenn das Urteil des Managers richtig ist, führt Kritik dazu, dass die Person, die sie hört, defensiv und reizbar wird.
Zweckspezifikation
Feedback wird durch seine Klarheit der Absicht definiert. Das Ziel des Projekts, die Rolle der Person bei der Erreichung dieses Ziels und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf das Team und das Ergebnis sollten klar zum Ausdruck gebracht werden.
Haltung
Feedback wird mit der Absicht gegeben, bei der Lösung eines Problems zu helfen. Infolgedessen können sich die Zusammenarbeit und das Wohlwollen verbessern.
Kritik kann wertend wirken. Infolge der Inspektion kann sich der Empfänger unwohl fühlen. Selbstbewusstsein und der Wunsch, sich vom Thema und der Person, die Sie kritisiert, zu trennen, können dazu veranlasst werden.
Ergebnis
Feedback ermöglicht Diskussionen und den Austausch von Ideen. Eine tiefere Untersuchung des Problems kann zur Selbsteinschätzung und Selbstkorrektur eines Teammitglieds führen.
Kritik kann zu Abwehrhaltung führen, was zu verpassten Lern- und Selbstkorrekturmöglichkeiten führen kann. Emotionen können intensiver werden. Argumente und ein Vertrauensbruch zwischen dem Kritiker und dem Kritiker sind mögliche Ergebnisse. Persönliche und berufliche Beziehungen werden wahrscheinlich darunter leiden.
Beispiele für konstruktives Feedback
Anstelle von: "Ich denke, Sie könnten Ihr öffentliches Reden verbessern."
Versuchen Sie Folgendes: „Gut gemacht, dass Sie vor allen gesprochen haben, ich weiß, dass es entmutigend sein kann. Versuchen Sie beim nächsten Mal, ein wenig mehr nachzuschauen, anstatt auf Ihr Skript zu schauen. Ich habe ein Buch, das Sie lesen können, damit Sie sich sicherer fühlen, dies zu tun.“
Anstelle von: „Ihre Arbeit ist nicht im Einklang mit unserer Unternehmensstimme geschrieben.“
Versuchen Sie Folgendes: „Mir gefällt wirklich, wie Sie an diese Arbeit herangegangen sind. Ich habe einige Fälle identifiziert, in denen Ihr Schreiben nicht mit der Stimme des Unternehmens übereinstimmt. Bitte sehen Sie sich diese noch einmal an.“
Anstelle von: „Können Sie Ihre Arbeit etwas klarer und konsistenter gestalten?“
Versuchen Sie Folgendes: „Ihre Tabelle ist sehr nützlich und aussagekräftig. Die letzten beiden Spalten sind jedoch nicht so klar wie der Rest Ihrer Spalten. Bitte kannst du sie mit dem Rest in Einklang bringen?"
Anstatt: „Ich werde diese Arbeit in Ihrem nächsten monatlichen Einzelgespräch mit Ihnen besprechen.“
Versuchen Sie Folgendes: „Ich möchte diese Arbeit mit Ihnen besprechen. Bitte lassen Sie mich in den nächsten Tagen wissen, wann Sie darüber sprechen können.“
Anstelle von: „Ich schicke Ihnen eine E-Mail mit Feedback zu Ihrer Aufgabe.“
Versuchen Sie Folgendes: „Ich möchte Ihnen ein Feedback zu Ihrer erledigten Aufgabe geben. Bitte lassen Sie mich in den nächsten Tagen wissen, wann Sie darüber sprechen können.“
Hinweis: Feedback ist äußerst nützlich, also nehmen Sie sowohl positives als auch negatives Feedback an, um ein erfolgreicheres Arbeitsumfeld zu schaffen.